Triggerwarnung & persönliches Vorwort

Bevor du in Blood & Firewalls eintauchst, möchte ich dich auf etwas vorbereiten.
Diese Geschichte ist Fiktion – aber sie behandelt Themen, die für viele von uns leider sehr real sind. Auf den folgenden Seiten kommen unter anderem vor:
Kindesmissbrauch
Selbstmordversuche / Suizidgedanken
Körperliche Gewalt
Trauma und Flashbacks
Darstellung von psychischer und körperlicher Misshandlung
Ich versuche nicht, diese Dinge zu romantisieren oder “schön” zu schreiben. Im Gegenteil: Ich zeige, wie hässlich und zerstörerisch sie sein können, wie lange sie nachwirken, wie sehr sie Menschen zu dem formen, was sie später sind – und wie schwer es ist, überhaupt zu glauben, dass Heilung möglich sein könnte.
Ein Teil von dem, was Emery erlebt, ist inspiriert von Dingen, die ich selbst durchgemacht habe. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Körper nicht mehr sicher ist. Ich weiß, wie es ist, wenn man sich klein, dreckig, wertlos und unrettbar beschädigt fühlt. Und ich weiß, wie laut der Gedanke werden kann: Vielleicht wäre es leichter, einfach nicht mehr da zu sein.
Gleichzeitig ist diese Geschichte für mich nicht “nur” ein Buchprojekt. Teile von Blood & Firewalls entstehen während eines Klinikaufenthalts und sind damit auch eine Form von Therapie für mich. Das Schreiben hilft mir, Dinge zu sortieren, auszusprechen, für die ich sonst vielleicht keine Worte hätte.
Genau deshalb wird diese Geschichte möglicherweise nicht so regelmäßig, strukturiert oder detailverliebt erscheinen wie andere Geschichten von mir. Es kann Lücken geben, Tage, an denen es nicht weitergeht, Kapitel, die roher oder fragmentarischer wirken. Ich bitte dich, das nicht als Desinteresse zu lesen – sondern als Teil des Heilungsprozesses, den ich gerade selbst durchlaufe.
Und trotzdem – oder gerade deswegen – möchte ich etwas Wichtiges sagen:
Man kann Hilfe bekommen. Nicht immer sofort, nicht immer in der perfekten Form, nicht immer von den Menschen, von denen man es sich wünscht – aber es gibt sie.
Wenn du beim Lesen merkst, dass dich bestimmte Szenen triggern, dass dein Herz rast, deine Hände zittern oder dein Kopf anfängt, alte Türen zu öffnen: Du musst nicht tapfer “durchhalten”. Leg das Buch weg. Atme. Mach das Fenster auf. Ruf jemanden an, dem du vertraust. Oder wende dich an eine professionelle Stelle: eine Beratungsstelle, einen Krisendienst, einen Therapeuten.
Du bist nicht schwach, wenn du Grenzen setzt. Du bist nicht “zu sensibel”, wenn dich solche Themen treffen. Du bist wichtig. Punkt.
Blood & Firewalls erzählt von Dunkelheit, aber auch von der Möglichkeit, dass Menschen – so kaputt sie auch scheinen – einander zu etwas werden können, das sie überlebt. Das heißt nicht, dass Liebe alles heilt. Aber manchmal ist sie ein Anfang.
Pass bitte gut auf dich auf. Lies nur weiter, wenn du dich stabil genug fühlst. Und wenn du merkst, dass du Hilfe brauchst: Sie zu suchen, ist kein Versagen, sondern ein verdammt mutiger Schritt.
Mit viel Liebe und Respekt an alle Überlebenden da draußen







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