Das Rauschen des Meeres

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Summary

Sjördis sucht auf den Lofoten nur eins: Ruhe. Weit weg von allem will sie neu anfangen, bis sie Jorin begegnet. In seinen Augen liegt das Meer in allen Facetten, in seiner Nähe eine Kraft, die sie anzieht, manchmal aber auch erschreckt. Was als augenscheinlicher Zufall beginnt, wird zu einer Begegnung, die alles verändert. Denn Jorin ist mehr als ein Mensch und Jördis’ Herz wird Teil einer Geschichte, die älter ist als die Welt selbst.

Status
Complete
Chapters
27
Rating
5.0 3 reviews
Age Rating
16+

Kapitel 1

Sjördis seufzte leise, als sie endlich den Motor ihres kleinen Wagens abstellen konnte. Die Fahrt hierher dauerte scheinbar ewig, aber nun war sie endlich angekommen.

Die Flucht aus der Stadt endete.

Ja, sie war vor allen davongelaufen.

Sie war sozusagen auf der Flucht, denn sie hielt es in Trondheim nicht mehr aus.

Wieder seufzte Sjördis.

Sie war so dumm gewesen. So unsagbar dumm.

Seit zehn Jahren war sie verheiratet und dachte, sie würde mit Henrik alt werden. Wahrscheinlich hielt sie dieser Traum auch davon ab, die Zeichen zu erkennen, die sich immer mehr häuften.

Zuerst waren es die Überstunden, die mehr wurden. Am Anfang war es einmal die Woche gewesen, doch dann blieb er mehrmals für einige Stunden länger. Wie oft saß sie am Tisch mit dem Abendessen, nur um auf ihren Mann zu warten, der erst spät in der Nacht kam, als sie schon im Bett lag? Sie konnte es nicht sagen. Insgeheim wartete sie immer auf ihren Ehemann, bis er endlich nach Hause kam und sofort unter die Dusche sprang. Auch das hätte ihr doch auffallen müssen, oder? Andere Männer kamen zuerst zu ihren Frauen, um sie zu begrüßen und sich vielleicht zu entschuldigen, doch Henrik wollte seine Spuren des Ehebruchs von seinem Körper wischen, bevor er sich dann schnaubend neben sie legte und sofort einschlief.

Sie überhörte die höhnischen Kommentare, die seine Kollegen in ihrer Gegenwart machten.

Keiner von ihnen sprach sie darauf an, dass Henrik eine Geliebte hatte. Hintenrum beklatschten sie ihn sogar, dass er Sjördis so hinters Licht führen konnte.

Sie übersah auch, wie Henrik sich immer mehr von ihr entfernte. Kein Kuss mehr am Morgen zum Abschied. Kein Händchenhalten, nicht einmal Zuhause auf der Couch, wenn sie mal gemeinsam einen Film schauten.

Er entfremdete sich ihr immer mehr und sie wollte es nicht sehen, hielt sich an dem Traum fest, den sie seit der Hochzeit, hegte und pflegte. Doch irgendwann fand sie, es sei genug.

Womit niemand rechnete, war das Schreiben, das Henrik erreichte, sobald er bemerkte, dass seine Frau ausgezogen war. Und in dem stand, dass sie sich scheiden ließ. Auch waren jede Menge Fotos beigefügt, die ihn beim Ehebruch zeigten. Der Privatdetektiv war jede Krone wert gewesen.

Henrik konnte sich nicht mehr herausreden. Wahrscheinlich wollte er es auch nicht. Er verlangte keine Erklärung, fragte nicht, wohin sie gegangen war. Er nahm alles einfach so hin.

Ein Jahr lebte sie in Trondheim alleine, bis das Trennungsjahr vorbei und die Scheidung beantragt wurde. Auch hier erkannte man die Gleichgültigkeit von Henrik, denn er sperrte sich nicht dagegen. Er fragte nicht einmal nach, sondern ließ sie ziehen.

Einen sehr kurzen Moment überlegte Sjördis, ob er sie überhaupt einen Moment geliebt hatte, aber der Moment war auch schnell wieder vorbei.

Selbst wenn irgendwann Gefühle vorhanden waren, nun waren sie fort.

Von beiden Seiten.

Sjördis erwartete eigentlich, dass ein Wiedersehen mit Henrik sie aufwühlen könnte, doch da war nichts dergleichen. Nicht einmal, als er nach dem Termin am Standesamt seine Geliebte in den Arm nahm und sie küsste, ohne sich um seine Ex-Frau zu kümmern.

Nicht einmal Rachegelüste oder so etwas Ähnliches empfand sie.

Wenn, dann war da Enttäuschung. Mehr nicht.

Und natürlich der unbändige Wunsch, ihrer Vergangenheit den Rücken zu kehren.

Deswegen beschloss sie, von Trondheim wegzuziehen. Ihre Arbeit erlaubte es ihr, auch von zu Hause aus zu arbeiten, was in dem Fall sehr praktisch war. Alles, was sie benötigte, war ein Laptop und eine funktionierende Internetverbindung.

Schon in dem Jahr, als sie in dieser kleinen Wohnung leben musste, weil eine größere Wohnung ihre Gehaltsklasse überstieg, schmiedete sie Pläne für genau diesen Augenblick.

Die Tinte auf den Scheidungspapieren war noch nicht einmal trocken, als sie losfuhr, ihre Habseligkeiten in einen kleinen Wagen gepackt.

Nein, sie besaß nicht viel.

Alles, was sie zusammen mit Henrik kaufte, ließ sie ihm. Der Verlobungs- und Ehering war schnell verkauft und brachte weniger ein, als sie dachte. Ohne zu murren gab er ihr auch noch eine Art Abfindung für die Möbel und andere Einrichtungsgegenstände.

Sie benötigte das alles auch nicht.

Das, was ihr, also wirklich ihr gehörte, war im Auto.

Alles andere würde sich geben.

Die Lofoten waren ihr Ziel.

Hier wollte sie ein neues Leben beginnen. Weit weg von Trondheim und den angeblichen Bekannten, die wahrscheinlich nicht einmal bemerkten, dass sie nicht mehr in der Stadt war.

Doch sie war weg.

Über einen Tag war sie gefahren, bis sie an ihrem Ziel ankam.

Ein kleines Fischerdorf, dass niemand kannte. Und ihr neues Zuhause war nicht einmal dort zu finden, sondern noch weiter außerhalb.

Ja, sie konnte sich hier sogar ein kleines Haus leisten.

Es war alles sehr unkompliziert vonstattengegangen. Die Maklerin war wohl etwas verwirrt, dass eine Frau alleine in die Einsamkeit zog, doch sie stellte keine Fragen.

Sjördis hatte ihr kleines Häuschen bisher nur auf Bildern gesehen, doch sie hoffte, dass es genau so schön in der Realität war.

Im Fischerdorf sollte sie einen Herrn Knudsen treffen, der ihr den Schlüssel übergab. Dann wollte sie noch einkaufen und endlich ihr Haus beziehen.

Ja, das war ein guter Plan.

Wie es der Zufall wollte, war Herr Knudsen auch noch der Besitzer des einzigen Lebensmittelladens im Dorf.

Sie konnte also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Herr Knudsen versicherte ihr, dass er selbst alles überprüfte und auch den kleinen Ofen schon angeheizt hatte, damit sie sich nicht damit herum ärgern musste.

Sie dankte ihm und nachdem sie eine Tüte voller Lebensmittel einkaufte, ging sie wieder zu ihrem Auto und folgte der Beschreibung der Maklerin zu dem kleinen Hügel, wo sie ihr Auto dann abstellte.

Es dauerte noch einmal eine halbe Stunde, bis sie dort war.

Es sah sehr einsam aus, aber als sie erneut aus ihrem Wagen stieg und die frische Seeluft einatmete, schien es ihr, als ob sie endlich zuhause angekommen war.

Ihr Haus stand auf Stelzen, wie es hier direkt am Meer üblich war. Es war knallrot angemalt und das Dach war grün vom Moos, das darauf wuchs, was Sjördis wirklich schön fand.

Das Auto musste sie auf dem Hügel stehen lassen und ihre ganzen Sachen eine Treppe heruntertragen. Doch auch das machte ihr nichts aus.

Nach der zweiten Runde ließ sie ihre Jacke im Haus und ging noch dreimal zum Auto, bis sie endlich ihr Haus erkunden konnte.

Wie Herr Knudsen es schon ankündigte, war es warm und heimelig. Seine Frau hatte wohl auch durchgewischt und die Bettdecken ausgelüftet.

Es gab nur das Erdgeschoss, aber das reichte ihr völlig aus. Alles war klein, aber gemütlich.

Es genügte ihr völlig.

Der Kühlschrank war schnell gefüllt, was aber auch daran lag, dass ihr jemand schon etwas Vorgekochtes hineinstellte. Sie würde später essen. Zuerst wollte sie alles erkunden, so lange sie es noch konnte.

Im Wohnzimmer gab es eine behagliche Couch und einen kleinen Beistelltisch. Außerdem fand sich dort am Fenster ein Schreibtisch, aber das wollte Sjördis auch unbedingt haben. Dort würde sie am anderen Tag ihren Arbeitsplatz einrichten.

Es gab eine Terrasse, die rund um das Haus zu führen schien. Eine weitere Treppe führte sie direkt zum Strand. Schnell zog sie ihre Jacke wieder an und ging zur Terrasse.

Der Wind roch nach Salz und Algen und nach etwas Altem, das sich nicht erklären ließ. Sjördis stand auf dem Holzsteg, die Hände tief in den Taschen ihrer Jacke vergraben. Vor ihr lag das Meer, nicht als Horizontlinie, sondern als eine scheinbar atmende Fläche, die sich zwischen den Felsen kräuselte und in der Ferne scheinbar im Himmel verschwand.

Die Möwen kreisten über ihr, schrien, als hätten sie etwas zu verkünden. Ihre Rufe waren rau, fast trotzig, und doch passten sie zu diesem Ort, der so viel ehrlicher wirkte als die Stadt, aus der sie kam. Dort war alles Lärm gewesen. Autos, Stimmen, das ständige Summen der ständigen Bewegungen. Hier war nur das Meer. Und sie.

Ihr Haus stand hinter ihr, mit den typischen weißen Fensterrahmen, die im Licht der tiefstehenden Sonne glühten. Es war ihr neues Zuhause. Noch roch es nach fremden Möbeln und kaltem Holz, aber das würde sich ändern. Sie würde es mit sich selbst füllen.

Ein Möwenschrei durchschnitt die Stille, und Sjördis lächelte. Nicht weil sie glücklich war, denn dieses Gefühl stellte sich noch nicht bei ihr ein, sondern weil sie wusste, dass etwas begonnen hatte. Etwas Eigenes.


Das Erste, was Sjördis am kommenden Morgen wahrnahm, war die Stille. Keine Sirenen, kein Rattern von Straßenbahnen, kein dumpfer Nachhall von Stimmen hinter ihren dünnen Wänden. Nur das leise Knarren des Holzes unter ihr und ein Rauschen. Das Meer, dessen Wellen sanft gegen das Ufer schlug wie ein beruhigender Puls.

Sie öffnete die Augen. Das Licht war weich, golden und fiel durch die kleinen Fenster auf die Decke. Ihre Glieder fühlten sich schwer an, aber nicht müde. Eher wie nach einem langen Bad.

Tiefenentspannt und erholt.

Das wunderte sie, denn die lange Autofahrt hätte eigentlich ihren Tribut fordern sollen, doch dem war nicht so.

Ein Möwenschrei drang durch die Stille, gefolgt von einem zweiten, verspielten Ruf. Sjördis lächelte, ohne es zu merken. Ihr Körper war ruhig. Kein Ziehen im Rücken, kein Druck hinter der Stirn, der in Trondheim eigentlich ein Dauerzustand war. Nur ihr Atem, gleichmäßig und leicht.

Sie setzte sich auf, strich sich das Haar aus dem Gesicht und blickte hinaus. Das Meer war da, nicht als Bedrohung, sondern als Versprechen auf etwas Großartiges, dass sie noch nicht fassen konnte.

Sie konnte es sich nicht erklären, aber sie war aufgeregt, wie schon lange nicht mehr. Voller Tatendrang stand sie auf und ging unter die Dusche.

Auch wenn das Haus noch so einfach anmutete, war es technisch gut ausgestattet. Das war auch wichtig, denn sie würde nicht sehr oft in das kleine Dorf kommen. Und deswegen musste sie unabhängig sein, so gut es eben ging. Eien Moment war sie verwundert darüber gewesen, doch es schien, als ob man alles für sie vorbereitet hätte.

Das warme Wasser war längst verklungen, aber Sjördis spürte es noch auf ihrer Haut. Sie fühlte sich sauber und erfrischt. Dieses Gefühl war ihr fremd, denn in Trondheim kam sie sich unnütz vor. Hier war es anders. Ihre Haare klebten leicht am Nacken, während sie barfuß über die Holzdielen der kleinen Küche ging. Das Licht, das durch die Fenster fiel, machte alles um sie herum weich.

Sie öffnete den Kühlschrank, nahm den Skyr heraus, löffelte ihn in eine Schale. Keine Toppings, kein Schnickschnack. Sie wollte nicht lange verweilen, sondern schnell ankommen und in eine neue Routine verfallen, die sie sich selbst schaffte. Nur kurz etwas essen und dann ihre Sachen auspacken. Sie wollte einfach neu anfangen.

Doch das Licht, das ins Wohnzimmer schien, lockte sie an. Sie nahm ihre Tasse und ging ins Wohnzimmer.

Der Kaffee dampfte in der Tasse, als sie sich ans Fenster stellte. Die Scheibe war leicht beschlagen vom Dampf, doch dahinter lag das Meer.

Weit, silbern und scheinbar still.

Es war sehr ruhig, doch sie ahnte, dass es auch anders sein konnte. Doch heute waren da keine großen Wellen, nur ein sanftes Pulsieren des Wassers, als würde es atmen.

Sjördis nahm einen Schluck. Der bittere Geschmack war vertraut, fast tröstlich.

Doch etwas war anders. Etwas zog sie hinaus. Nicht mit Gewalt, sondern mit einer stillen, beharrlichen Präsenz. Wie ein Gedanke, der nicht von ihr stammte und den sie sich nicht erklären konnte.

Sie lehnte die Stirn gegen das Glas. Möwen kreisten über dem Wasser, ihre Rufe klangen wie Fragmente eines Liedes, das sie nicht kannte.

Und doch…war da etwas. Sjördis schaute genauer. Eine Bewegung in der Tiefe, ein Schatten vielleicht, oder nur das Spiel des Lichts?

Vielleicht bildete sie es sich auch nur ein. Einen Moment schloss sie die Augen, kniff sie fest zusammen, nur um sie wieder zu öffnen, um zu erkennen, dass das Meer ruhig vor ihr lag. Kein Schatten oder so etwas.

Sie lachte leise und nahm noch einen Schluck Kaffee. Endlich konnte sie ihren Blick vom Meer loseisen und sich dem Frühstück widmen. Während sie den Skyr auslöffelte, sah sie zum Flur.

Die Koffer standen dort wie Fremdkörper, genau, wie sie sie am Tag zuvor einfach stehen ließ.

Kantig, grau, mit Spuren von Asphalt und allerlei Schmutz, der sich im Laufe der Jahre ansammelte. Sie störten die Harmonie des Hauses und mussten so schnell wie möglich weg.

Sjördis stellte die Schüssel in die Spüle und kniete sich dann vor den ersten Koffer, öffnete den Reißverschluss, und der Geruch von Stadt schlug ihr entgegen: Waschmittel, Plastik, ein Hauch von Parfüm, das sie kaum noch trug.

Sie legte die Kleidung ordentlich in die Schubladen der Kommode im Schlafzimmer. Jeans, Pullover, ein paar Blusen, die sie in der Stadt andauernd tragen musste. Doch das würde sich ändern. Niemand konnte ihr mehr vorschreiben, was sie tragen sollte.

Dann kamen die kleinen Geräte aus den Koffern: Laptop, Ladegerät, Kopfhörer, ein Notizbuch mit USB-Anschluss. Alles funktional, alles vertraut. Doch hier wirkte es fremd. Als hätte sie Technik in eine Landschaft getragen, die sich nicht darum scherte.

Die Koffer schleppte sie unter das Dach, wo sie sie vergessen konnte. So schnell würde sie das Gepäck nicht mehr benötigen.

Endlich konnte es beginnen, ihr neues Leben.

Der Schreibtisch stand am Fenster, schlicht, mit einer Lampe aus hellem Holz, dennoch wirkte sie alt.

Sie richtete ihren Arbeitsplatz ein. Laptop mittig, Notizbuch rechts, Stifte in einer Tasse, die sie aus Trondheim mitbrachte. Das einzige Teil, dass sie nicht bei Henrik in der Wohnung lassen wollte. Diese Tasse war nicht besonders schön, aber der erste Gegenstand, den sie auf einem Flohmarkt kaufte. Henrik mochte sie nicht, fand sie zu kitschig, aber Sjördis hielt sie in Ehren.

Sie setzte sich, klappte den Bildschirm auf, doch ihre Finger blieben reglos auf der Tastatur.

Das Meer war da. Direkt hinter dem Glas. Es bewegte sich kaum, aber es war lebendig. Nicht laut, nicht fordernd, nur da. Und sie spürte es. Wie ein Blick, den man nicht erwidert, weil man nicht weiß, ob er echt ist.

Sie stand auf, trat ans Fenster. Die Möwen zogen ihre Kreise, das Licht flackerte auf den Wellen. Etwas in ihr wollte zurück zum Schreibtisch, zur Arbeit und zur Struktur, die ihr bekannt war. Doch etwas anderes in ihr wollte hinaus. Wollte wissen, was dort war. Was sie rief.

Sie berührte das Fensterrahmenholz. Das Meer war rau und salzig. Eigentlich etwas, was abschrecken sollte, aber Sjördis wurde magisch davon angezogen. Und sie fragte sich, ob das Meer sie kannte. Oder kennenlernen wollte.

Entschlossen zog sie die Jacke an.

Das würde sie bald herausfinden.


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