Irgendwann für immer

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Summary

Die Highschool-Schülerin Sofia lebt in Cole Valley in ihrer kleinen heilen Welt: eine liebevolle Familie, gute Freunde und ehrgeizige Pläne für die Zukunft. Bis sie Marco kennenlernt, den Millionenerben von Williams Software Incorporation. Er passt nicht in die Welt der Reichen, denn er ist ein Rebell, hart und unnahbar. Er ist sofort von Sofia fasziniert, und für beide ist es Liebe auf den ersten Blick: eine Lovestory voller Lust, Leidenschaft und tiefer Gefühle. Sofia ahnt nicht, dass Marco ein dunkles Geheimnis verbirgt... Aber dann holt ihn die Vergangenheit ein, als seine Freundin von Gangleader Lancaster angegriffen wird! Zum Glück ist sein bester Freund Andy im richtigen Moment zur Stelle, um Sofia vor dem skrupellosen Killer zu retten. Marco beschließt endlich, sich seiner dunklen Vergangenheit zu stellen und willigt ein, mit dem FBI zu kooperieren. Er hofft auf eine Zukunft mit der Liebe seines Lebens, doch sie ist hin- und hergerissen zwischen ihm und Andy, ihrem Lebensretter. Sofia und Marco können sich für lange Zeit nicht sehen. Nach dem Prozess ziehen beide nach Europa, aber auf getrennten Wegen. Eines Tages sehen sie sich wieder... Dieses Mal für immer?

Status
Complete
Chapters
39
Rating
5.0 15 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1: Meine beste Freundin

Ich hockte auf meinem Bett und starrte in mein Mathebuch, während ich versuchte, mir die Algebra-Formeln einzuprägen, die ich lernen musste. Ich weiß nicht, wie oft ich mir die verdammten Formeln ansah, ohne sie wirklich zu begreifen. Mathe war so langweilig! Schließlich war es Freitagnachmittag und ich hatte wirklich genug vom Lernen für diese Woche.

Ich wartete auf eine Nachricht von meiner besten Freundin Sally. Sie wollte mir mitteilen, ob wir heute Abend ausgehen würden. Ich konnte es kaum erwarten, endlich Frank kennenzulernen, ihren “neuen” Freund. Sie lernte ihn vor vier Wochen auf einer Party kennen... ohne mich! Ich verbrachte jenes Wochenende mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder in Louisiana bei meinen Großeltern, den Eltern meiner Mum.

Sally und ich waren beste Freundinnen seit der Mittelschule, wir waren einfach unzertrennlich. Wir hatten sehr viel gemeinsam, aber wenn es sich um Jungs handelte, nahm sie die Dinge nicht allzu ernst. Während ich nach drei Monaten immer noch schmollte, weil mein Ex-Freund Adam mit mir Schluss gemacht hatte, lernte Sally in der Zwischenzeit zwei neue Freunde kennen; der letztere war Frank.

Dieses Mal schien es etwas Ernstes zu sein, denn sie hörte nicht auf, von Frank zu schwärmen, und ich war mir ziemlich sicher, dass sie schwer verknallt war. Ich war schrecklich neugierig, endlich den Jungen kennenzulernen, der das Herz meiner besten Freundin erobert hatte.

Ich seufzte und warf das Mathebuch genervt auf meinen Schreibtisch, dann legte ich mich bäuchlings aufs Bett und starrte das Foto im Holzrahmen an: Adams Foto! Ich wusste eigentlich nicht, warum das Foto überhaupt noch auf meinem Schreibtisch stand. Es war nicht so, dass ich sehr traurig wegen unserer Trennung war, denn mit Adam war es letztendlich doch nicht die große Liebe.

Wir waren sechs Monate lang zusammen, sahen uns aber nicht sehr oft, da er viel Zeit und Energie in sein Football-Training investierte. Wenn wir uns manchmal in der Woche und immer sonntags trafen, hatten wir jedenfalls eine gute Zeit, denn er war wirklich in mich verliebt.

Doch am Ende hatte ich die Nase voll; ich wollte nicht ständig an zweiter Stelle hinter dem Sport stehen und verlangte von ihm, mehr Zeit mit mir zu verbringen. Zunächst schien Adam wirklich betroffen zu sein, aber dann schlug er mir ernsthaft vor, ich sollte auf ihn warten, denn er wollte sich ausschließlich auf seine Football-Karriere konzentrieren.

Dieses Arschloch! Der Fotorahmen bekam einen wütenden Stoß und kippte nach hinten. Dann drehte ich mich auf den Rücken, verschränkte die Hände hinter meinem Nacken und starrte an die Decke.

Würde ich jemals einen Freund finden, mit dem ich die große Liebe erleben durfte, die Art von Liebe, die dein Herz wie verrückt schlagen ließ und dir den Atem raubte? Ich war hoffnungslos romantisch und glaubte immer noch, dass ich eines Tages meinen Seelenverwandten treffen würde!

Das Vibrieren meines Handys riss mich aus meinen Gedanken. Endlich, es war Sally! Sie schrieb mir, dass Frank und seine Freunde heute Abend in die “Drachenhöhle” gingen, einen Schuppen in der Innenstadt, und dass wir uns dort mit ihnen treffen würden.

“Jetzt sag bloß nicht, dass wir in die Drachenhöhle gehen. Dort wird mit Drogen gedealt!“, schrieb ich zurück.

“Komm schon, Sofie! Wir gehen nicht dorthin, um Drogen zu kaufen, sondern um Spaß zu haben. Kommst du jetzt mit oder nicht?“, wollte sie wissen.

Das letzte, was ich wollte, war, am Freitagabend zu Hause zu sitzen!

“Okay, ich komme mit. Wann holst du mich ab?”

Sie wollte mich um 21 Uhr abholen.

Nachdem ich ihre letzte Nachricht gelesen hatte, legte ich mein Handy zur Seite. Ganz ehrlich, ich fühlte mich ein wenig unsicher. Wahrscheinlich sollte ich nicht in die Drachenhöhle gehen, dieser Schuppen hatte einen schlechten Ruf! Aber ich war viel zu neugierig und wollte unbedingt Frank und seine Freunde kennenlernen; schließlich wollte ich heute Abend Spaß haben.

Ich hörte, wie unten die Haustür zuschlug und gleich darauf die Stimmen meiner Mum und meines kleinen Bruders im Flur. Sie hatte Sven vom Basketball-Training abgeholt. Als ich mir sein zufriedenes Gesicht vorstellte, nachdem er gerade vom Training kam, musste ich lächeln. Ich erhob mich vom Bett, verließ mein Zimmer und ging die Treppen hinunter. Meine Mum und mein Bruder diskutierten mal wieder über was weiß ich. Als ich unten im Flur ankam, drehte sich Sven sofort zu mir um.

“Hey Sofie! Das Training war heute super. Ich habe viermal in den Korb getroffen!“, sagte er begeistert und seine braungrünen Augen leuchteten.

Ich lachte weich, als er so vor mir stand, mit seinem gelb-blauen Trikot und den wirren blonden Haaren, die in alle Richtungen standen.

“Wow, du wirst ja immer besser! Ich bin so stolz auf dich, kleiner Bruder!”

Ich zwinkerte ihm zu und er grinste breit.

“Danke Sofie! Ich sollte aber jetzt duschen gehen, ich stinke.”

Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Mein kleiner Bruder war einfach süß, ich liebte ihn wirklich sehr!

“Bye Mum, bis später!“, sagte er zu unserer Mum und wollte gehen, aber sie hielt ihn zurück.

“Höre auf deine Schwester und ärgere sie nicht, während ich nicht da bin!”

Sie hatte einen strengen Unterton in der Stimme und Sven verdrehte die Augen.

“Okay okay!“, antwortete er genervt, ehe er die Treppen zum Badezimmer hinaufging.

Ich sah meine Mum nachdenklich an. Sie war eine schöne Frau Mitte Vierzig! Die Leute sagten, dass ich ihr sehr ähnlich sah; wir hatten Beide einen dunklen Teint und goldbraune Augen.

“Wohin gehst du, Mum?“, wollte ich wissen und sie atmete tief durch.

“Ich bin auf dem Weg in die Praxis! Dad braucht meine Hilfe bei der Operation eines Hundes.”

Meine Eltern waren Tierärzte und sie hatten eine Tierarztpraxis in der Stadt.

“OH! Eigentlich wollte ich heute Abend ausgehen, mit Sally und ein paar Freunden.“, sagte ich unsicher. “Wann kommst du denn wieder?”

Sie lächelte sanft. “Keine Sorge, mein Schatz! Ich bin zum Abendessen zurück, so gegen acht Uhr.“, versicherte sie mir.

“Ich habe Kartoffelauflauf fürs Abendessen vorbereitet. Du brauchst ihn nachher nur in den Ofen zu schieben!”

Ich atmete erleichtert auf. Ich wollte definitiv nicht zu Hause bleiben und auf meinen Bruder aufpassen! Sie schaute mich ernst an und ich wurde ein bisschen nervös.

“Wo gehst du denn heute Abend hin?“, fragte sie mich nun.

“Zu irgendeinem Lokal in der Innenstadt! Ich kann mich nicht an den Namen erinnern.”

Ich beschloss, ihr nicht zu sagen, dass wir in die Drachenhöhle gingen. Schließlich hatte der Schuppen einen schlechten Ruf und ich war mir nicht sicher, ob sie mir erlauben würde, dort hinzugehen! Zu meiner großen Erleichterung fragte sie nicht weiter nach, sondern warf mir einen vielsagenden Blick zu.

“So so! Irgendein Lokal in der Innenstadt! Was auch immer, ich muss jetzt wirklich los! Bis später!”

Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging zur Haustür. Nachdem sie das Haus verlassen hatte, stand ich eine Weile gedankenverloren dort.

Meine Eltern arbeiteten zusammen und nach all den Jahren waren sie immer noch ineinander verliebt! Sie lernten sich in Deutschland kennen, vor mehr als zwanzig Jahren, als sie Veterinärmedizin an der Berliner Universität studierten. Mein Dad war Deutscher und meine Mum war ein Südstaaten-Mädchen aus Louisiana. Sie wollte unbedingt ein paar Jahre in Europa verbringen und so ging sie nach Berlin, um dort zu studieren. Sie hätte niemals erwartet, dort die Liebe ihres Lebens zu treffen. Mein Dad war so in sie verliebt, dass er nach dem Examen beschloss, mit ihr in die USA zu ziehen. Sie zogen nach San Francisco, eröffneten dort ihre Tierarztpraxis und gründeten eine Familie.

Hoffentlich würde auch ich eines Tages der großen Liebe begegnen und eine so wunderschöne Lovestory erleben, wie meine Eltern sie erlebt hatten! Plötzlich fiel mir ein, dass Sven immer noch unter der Dusche stand. Ich rannte die Treppen nach oben, um nachzuschauen, ob er nicht inzwischen das Badezimmer überschwemmt hatte.


Nach dem Abendessen wurde es endlich Zeit, sich fertigzumachen; für einen fröhlichen Freitagabend mit meiner besten Freundin Sally und neuen Freunden?! Ich entschied, enge schwarze Jeans und ein Netztop anzuziehen, darunter eine schwarze Bralette. Ich trug gewöhnlich nie Makeup auf, da ich einen natürlich dunklen Teint hatte, aber ich betonte meine braunen Augen mit schwarzer Wimperntusche und trug pinkfarbenen Lipgloss auf. Nachdem ich meine langen dunkelbraunen Haare gebürstet hatte, fielen sie in weichen Locken über meine Schultern. Ich warf einen prüfenden Blick in den Spiegel: Ich konnte mich sehen lassen!

Mein Handy vibrierte und ich sah auf dem Bildschirm die Nachricht von Sally:

“Ich warte vor dem Haus, Sofia! Bitte beeile dich.”

Ich lächelte, während ich ihr antwortete, dann lief ich schnell die Treppen hinunter. Ich war in Gedanken versunken, wie so oft, und bemerkte meinen Dad nicht, der mit verschränkten Armen vor der Haustür stand und offensichtlich auf mich wartete. Ich stieß fast mit ihm zusammen und sprang erschrocken zurück.

“Dad! Du hast mich erschreckt! Was tust du hier?“, rief ich mit schriller Stimme aus und schaute zu ihm auf.

Er atmete tief durch und schaute mich eindringlich an, mit einem seltsamen Ausdruck in seinen braungrünen Augen. Mein Dad war sehr groß und gutaussehend, er war genauso alt wie Mum. Er räusperte sich, dann fragte er:

“Willst du etwa mit diesen Klamotten ausgehen, Sofia?”

Manchmal konnte er wirklich nervend sein!

“Klar doch! Wir gehen in ein Lokal; wo liegt das Problem?“, meinte ich schulterzuckend.

Hoffentlich würde er nicht fragen, wohin wir gehen wollten!

“Es ist nur... du siehst so anders aus, wirklich sexy!“, antwortete er wehmütig. “Du bist jetzt eine schöne junge Frau, nicht mehr mein kleines Mädchen!”

Er seufzte tief. “Du bist deiner Mum so ähnlich, als ich sie zum ersten Mal traf, mein Schatz!”

Ich bemerkte, dass seine Stimme leicht zitterte. Er war gerade sehr emotional und das berührte mein Herz! Aber ich musste gehen, denn meine Freundin wartete auf mich.

“Kann ich jetzt gehen, Dad? Sally wartet draußen auf mich!“, sagte ich weich und versuchte, meine Ungeduld zu verbergen. Er nickte.

“Okay, aber sei vorsichtig! Du weißt ja selbst; es gibt so viele schlechte Typen da draußen.“, sagte er besorgt und ich verdrehte die Augen.

“Du kennst die Regeln: keinen Alkohol, keine Drogen! Und traue keinem Typen, den du gerade erst kennengelernt hast!”

Langsam aber sicher verlor ich die Geduld!

“Mensch Dad, ich bin achtzehn! Und wie du vorhin schon sagtest; ich bin kein kleines Mädchen mehr. Bye!”

Ich ging an ihm vorbei und öffnete energisch die Haustür. Er seufzte tief und unüberhörbar, als ich das Haus verließ.

Sally lehnte an ihrem Auto, einem blauen Opel Corsa. Das Auto war zwar alt, aber es gehörte ihr! Ich beneidete sie darum, denn ich hatte ebenfalls einen Führerschein, aber noch kein Auto.

“Hey Sally!“, begrüßte ich sie fröhlich, während ich auf sie zuging, und ein Lächeln erhellte ihr hübsches Gesicht.

“Endlich Sofie!” Wir umarmten uns, dann schaute sie mich bewundernd an.

“Wow, du siehst supersexy aus! Viel Glück heute Abend... Die Drachenhöhle ist voller heißer Typen!”

Ich sah sie kopfschüttelnd an, dann mussten wir Beide herzlich lachen.

“Komm schon, du siehst mal wieder wunderschön aus!“, versicherte ich ihr.

Sally war Afro-Amerikanerin. Sie war ein schönes Mädchen mit ihrer seidigen Haut und den großen dunkelbraunen Augen. Heute trug sie rote Jeggins, die ihre langen Beine zur Geltung brachten, und ein orangefarbenes Top. Wir stiegen in ihr Auto und sie startete den Wagen.

“In ungefähr einer halben Stunde lernst du endlich Frank kennen, Süße.“, sagte sie, während wir Richtung Stadt fuhren. “Er scheint so cool zu sein, aber seine Küsse sind verdammt heiß!”

Sie lächelte die ganze Zeit und ich sah sie nachdenklich an. Es gab keinen Zweifel; Sally war bis über beide Ohren in Frank verliebt.



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